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Wenn aus Nachbarn Feinde werden
Mal ist es ein überhängender Ast, mal angeblich zu laute Musik oder lärmende Kinder – wer den Streit mit den Nachbarn sucht, findet dafür fast immer einen Grund. Auch wenn dieser oft sehr fadenscheinig ist und sich die wahren Hintergründe kaum feststellen lassen. Nicht selten endet eine nachbarschaftliche Auseinandersetzung vor Gericht: Dann werden Straftaten wie Körperverletzung, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch und Nötigung verhandelt. „EXKLUSIV – DIE REPORTAGE“ präsentiert zwei besonders extreme Beispiele.Die Bilanz einer typischen Begegnung zwischen Familie H. und Familie M.: Blaue Flecken bei den Einen, offene Wunden bei den Anderen. Seit dreißig Jahren wohnen sie Haus an Haus in der Nähe von Chemnitz und genau so lange bekriegen sie sich bereits. Auslöser dafür war eine Klärgrube, die angeblich ohne Genehmigung von Familie H. teilweise auf deren Grundstück gebaut wurde. Dieser Sachverhalt wurde nie klargestellt. Mittlerweile sorgen selbst Kleinigkeiten wie überhängende Äste von einem Grundstück auf das anderen für Eskalationen. Der Gipfel war erreicht, als die Nachbarn mit Gartengerät aufeinander losgegangen sind...
Die Idylle in einem kleinen Örtchen im bayerischen Wald trügt. Denn auch hier tobt seit vielen Jahren ein erbitterter Nachbarschaftsstreit. Auslöser der Auseinandersetzungen: Eine Regenrinne. Bereits vor über 20 Jahren musste per Gerichtsbeschluss geregelt werden, dass Ignaz P. seinen Anschluss der Regenrinne an das Kanalnetz durch das Grundstück von Pauline B. legen darf. Seitdem haben die beiden kein freundliches Wort mehr für einander übrig und beobachten sich argwöhnisch. Pauline B. fühlt sich von ihrem Nachbarn regelrecht verfolgt – er beobachtet sie mit dem Fernglas, beschimpft sie, wenn er ihr auf der Straße begegnet. Pauline B. ist mit den Nerven am Ende. Akribisch versucht sie, den nicht enden wollenden Streit zu dokumentieren.
Erstausstrahlung: 20. September 2007