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Am 22. Februar 1984 berührte Carol Ann Vetter zum ersten Mal die Hand ihres 12-jährigen Sohnes David – am Tage seines Todes. David hatte sein ganzes Leben in einem sterilen Isolator verbracht – immer durch eine Plastikschutzschicht von der Außenwelt abgeschirmt. Als er starb war er auf der ganzen Welt berühmt – als der „Bubble Boy“, der Junge in der Blase.
David Vetter litt seit seiner Geburt an einer seltenen Erbkrankheit, dem Immundefekt SCID, und besaß keinerlei Abwehrkräfte gegen jede Art von Erregern. Gleich nach seiner Geburt wurde er von den Ärzten isoliert – in der Hoffnung, schnell einen Weg zu finden, David zu heilen. Als alle Versuche fehlschlugen, wurde aus der Übergangslösung ein Dauerzustand. Fortan lebte der Junge in einem sterilen Kunststoffisolator. Als er im Alter von drei Jahren versuchte, ein Loch in die Kunststoffschicht zu stechen, wurde er über seine Krankheit aufgeklärt - worauf sich sein psychischer Zustand verschlechterte.
Insgesamt 12 Jahre lang lebte David ohne Körperkontakt zur Außenwelt, bis die Ärzte ein weiteres Experiment wagten, um den Jungen ein normales Leben zu ermöglichen. Nach einer Knochenmarkspende von seiner Schwester durfte David den Isolator verlassen. Doch nur zwei Wochen später starb David an einer Infektion - kurz nachdem er seine Mutter zum ersten Mal berührt hatte.