Die Vielfalt des indischen Kinos
Bombay wird ökonomisch und politisch als Zentrum des indischen Kinos gesehen, jedoch befinden sich weitere große Filmstudios in Madras, Hyderabad, Bangalore, Bhubaneswar, Kalkutta, Mysore und Trivandrum. Diese tragen ebenfalls zu der immensen Anzahl an indischen Filmproduktionen pro Jahr bei.
Ein wichtiger Aspekt des indischen Kinos sind die in Indien existierenden 16 Sprachen und über 1.500 Dialekte sowie verschiedene kulturelle Traditionen. Infolgedessen bildete sich ein zweigeteiltes Filmwesen heraus mit landesweit verbreiteten, in Hindi gedrehten Filmen einerseits und regional geprägten Filmen in verschiedenen Sprachen andererseits.
Das tamilische Kino des südlichen Bundesstaats Tamil Nadu wird als
"Kollywood" bezeichnet. Dieses gilt neben dem Bollywood-Kino als das wichtigste in Indien, da Tamil neben Hindi die am meisten verbreitete Sprache auf dem Subkontinent darstellt. Das in der Sprache Telugu produzierte Kino gilt als
"Tollywood".
"Mollywood" wird das Kino des südlichen Staates Kerala genannt. Das Kino des westlichen Staates Gujarat wird als
"Gollywood" bezeichnet.
"Bollywood" am meisten verbreitetAm weitesten verbreitet sind jedoch die in Mumbay produzierten Hindifilme ("
Bollywood"). Das hat dazu geführt, dass diese seit jeher Vorbild und auch direkte Vorlage für die Vielzahl der regionalen Filmproduktionen sind.