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Sturmtief "Xynthia"


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Sturmtief "Xynthia"

Sturmtief "Xynthia"


60 Tote in ganz Europa und Schäden in Millionen-Höhe: Das ist die Bilanz von Orkan Xynthia, der mit bis zu 180 Stundenkilometern fegte. In Deutschland starben sieben Menschen. Autobahnen wurden gesperrt - viele Züge fuhren nicht. Erst im Laufe des Tages beruhigte sich die Lage.

Abgedeckte Dächer, entwurzelte Bäume und aufgeplatzte Asphaltdecken.  Sturmtief Xynthia machte vor nichts halt. Selbst die über 100 Jahre alte Kirchturmspitze der Jülicher St. Peter- Kirche in  Nordrhein-Westfalen fegte der Orkan in die Tiefe.
Sieben Menschen verloren wegen des Sturms ihr Leben, unter anderem ein zweijähriger Junge, der in einem Fluss im hessischen Biblis ertrank.

Der Orkan erreichte am Sonntag gegen zehn Uhr morgens Deutschland und fegte dann Richtung Osten über die Republik hinweg. In Hessen und Nordrhein-Westfalen fuhren in der Nacht keine Züge mehr, tausende von Reisenden saßen fest.  Am Montagmorgen beruhigte sich die Lage dann  wieder, nur im Regionalverkehr blieben einzelne Strecken noch gesperrt.

Viel schlimmer erwischte es die Ortschaften  an der französischen Atlantikküste bei La Rochelle. Hier starben mindestens 48 Menschen. Viele ertranken in ihren Häusern als Deiche dem Druck der Wassermassen nicht stand hielten. Präsident Sarkozy besuchte die Krisenregion am Montagnachmittag und machte sich aus der Luft ein Bild von der Katastrophe. Danach tröstete er die Opfer und sprach ihnen schnelle Hilfe zu: "Wir stellen den Opfern drei Millionen Euro zur Soforthilfe zur Verfügung. Außerdem werden wir dafür sorgen, dass so schnell wie möglich Strom und Gasleitungen wieder repariert werden.", so Sarkozy.

Immer noch sind eine halbe Millionen Franzosen ohne Elektrizität, bis Mittwoch soll die Stromversorgung aber wieder hergestellt sein. Auch die Aufräumarbeiten in Deutschland werden noch einige Tage dauern.