Gut, dass einem endlich einmal gesagt wird, wie man es richtig macht: Am Airport von Taipeh hat die staatliche Gesundheitsbehörde eine Anleitung in fünf Schritten über den Waschbecken anbringen lassen, wie man sich die Hände richtig wäscht und dadurch Krankheiten vermeidet. Beim Einchecken bei einer koreanische Luftlinie gehen unsere Probleme so richtig los, denn erstens wird kritisch beäugt, warum Fero und Martin aus Taiwan kommend über Seoul und Los Angeles nach Deutschland zurückreisen – und nicht die kürzere Strecke in die andere Richtung nehmen. Das zweite Problem ist, dass Martin mit seinem österreichischen Pass („Austria“) zuerst für einen Australier gehalten wird und lange und ausgiebig über den Visumvorschriften beider Länder gebrütet wird.
Und was für ein Visum bräuchte dann Fero, der einen deutschen Pass hat? Auch darüber wird eingehend beraten. Denn seit einigen Jahren sind die Fluggesellschaften gesetzlich verpflichtet, den Zollbehörden der USA Flug- und Reservierungsangaben von Passagieren zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich zu diesen Reservierungsdaten wird seit einiger Zeit die Adresse verlangt, an der sich der Passagier während seiner Reise in die USA aufhalten wird. Reisenden, die keine Adressenangaben machen, kann die Einreise verweigert werden.
Wahrscheinlich waren die Kollegen auch deswegen besonders akkurat und gründlich, weil Martin die ganze Zeit mitgefilmt hat. Denn ich habe keinerlei Probleme gehabt, einzuchecken. Das Ergebnis war letztendlich: Die beiden brauchen kein Visum (war klar) und kommen doch noch rechtzeitig ins Flugzeug nach Seoul (war nicht ganz so klar).
Die Airline selbst bietet einen richtig guten Service, leckeres Essen und die größte Beinfreiheit von allen Flügen bisher. Mir am meisten, denn ich sitze am Notausstieg, da kann man sich richtig ausbreiten. Und außerdem arbeiten hier wirklich auffallend gut aussehende Stewardessen. In der südkoreanischen Hauptstadt gelandet – und schon in einer Stunde soll es ebenso atemlos weitergehen wie bisher…