Ehemaliger Innensenator und Polizeipräsident von Hamburg
Udo Nagel wird im Oktober 1951 in Görlitz geboren. 1969 beginnt er seine polizeiliche Laufbahn und wird 1972 zum Bayerischen Landeskriminalamt versetzt. Von 1987 bis 1993 ist Udo Nagel Leiter der Verbrechensbekämpfung im Stab des Polizeipräsidenten beim Polizeipräsidium Oberbayern.
Von 1993 an ist Udo Nagel Leiter der Mordkommissionen München und zugleich Chef aller Sonderkommissionen in den Bereichen Entführung, Geiselnahme, Großschadensereignisse. Er macht sich während seiner Polizeilaufbahn vor allem mit der Einführung neuer Methoden zur Verbrechensbekämpfung einen Namen. Dazu zählen die in der gesamten Bundesrepublik eingeführte "Operative Fallanalyse" (OFA), neue Organisationsformen für Sonderkommissionen und neue Vernehmungsmethoden.
Ab 2001 ist Udo Nagel Abteilungsleiter der Verbrechensbekämpfung des Polizeipräsidiums München. 2002 wird er zum Polizeipräsidenten von Hamburg berufen, wo er eine erfolgreiche Organisationsreform der Hamburger durchführt und die Kriminalitätsbelastung um 25%, d.h. um über 80.000 Straftaten, reduziert. Hamburg verzeichnet damit im Jahr 2007 die niedrigste Kriminalitätsrate seit 1984.
2004 wird der parteilose Udo Nagel zum Innensenator (Minister) der Stadt Hamburg berufen. Seine Tätigkeit war dabei insbesondere geprägt durch eine umfangreiche Novellierung des Hamburger Polizeirechts und der Bekämpfung der Jugendgewaltkriminalität.
2008 scheidet Udo Nagel aus dem Amt als parteiloser Senator aus Gründen des Parteiproporzes aus.