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Marcus Theobald

Beruf: Schreinermeister

Seit 01.03.2007 bei „Zuhause im Glück“

1. Wie sind Sie zu „Zuhause im Glück“ gekommen?
Ich habe immer voller Begeisterung die Sendung gesehen. Meiner Frau bin ich auf die Nerven gegangen, weil ich immer gesagt habe, dass ich gerne ein Mitglied vom Bauteam wäre. Nach einiger Zeit hat sie dann eine Email zu Wolfgang geschickt. Darin hat sie mich als Schreinermeister beworben. Wolfgang hat uns geantwortet – ich sollte mich persönlich vorstellen und das Ende ist bekannt.

2. Wie hat sich Ihr Leben verändert seit Sie bei „Zuhause im Glück“ sind?
Ich habe sehr viele neue Leute kennen gelernt und einige intensive Freundschaften geschlossen. Allerdings sehe ich meine Frau sehr viel weniger, da ich wenig Zeit zu Hause bin.

3. Was ist das Besondere an „Zuhause im Glück“ (auch im Vergleich zu anderen Renovierungssendungen)?
Das Besondere an unserer Sendung ist das Team. In anderen Sendungen sind zwar die Moderatoren immer die Gleichen, aber die Handwerker sind meist andere. Bei uns ist das nicht so, wir arbeiten immer zusammen und kennen uns untereinander sehr gut. Man kann sagen, dass das Team für eine Woche der absolute Familienersatz ist. Das zeichnet uns und die Sendung auch aus.

4. Haben Sie noch Kontakt zu den Familien von „Zuhause im Glück“?
Nein, eher nicht. Manchmal jedoch besuchen uns die Familien auf einer nachfolgenden Baustelle, was uns sehr freut.

5. Fällt es Ihnen schwer, die Schicksale der Familien bei „Zuhause im Glück“ zu verarbeiten? Wie gehen Sie damit um?
Nein, mir fällt es nicht schwer. Es ist immer sehr schockierend, wenn man das Schicksal der jeweiligen Familie erzählt bekommt und sieht. Wir Handwerker müssen uns aber auf die Arbeit konzentrieren und letzten Endes können wir der Familie nur helfen, wenn wir unseren Job gewissenhaft und gut machen.

6. Was war Ihr schönster Moment bei „Zuhause im Glück“?
Der schönste Moment ist immer, wenn sich das Team wieder trifft und es allen gut geht. Man freut sich, dass man wieder eine Woche zusammen arbeitet und lebt.

7. Was war Ihr traurigster Moment bei „Zuhause im Glück“?
Ein sehr trauriger Moment war, als wir erfahren haben, dass ein Familienmitglied von einer Familie, bei der wir waren, gestorben ist. Einige Monate vorher haben wir noch ihr Haus umgebaut. Das schmerzliche daran war, dass es ein 5-jähriger Junge war, der an Krebs gestorben ist.

8. Was ist inszeniert, was ist echt vor der Kamera?
Echt ist der Spaß, den wir immer haben. Echt sind auch die Tipps, die wir geben.

9. In wie weit können sie eigene Ideen in die Hausgestaltung einfließen lassen?
Im Großen und Ganzen steht die Gestaltung schon fest. Das ist auch gut so. Aber in den Detailfragen sind meistens die Handwerker gefragt, da sie die größere Erfahrung im jeweiligen Beruf mitbringen.

10. Woher kommen Sie gebürtig her und in welcher Stadt wohnen Sie derzeit?
Ich wohne schon seit meiner Geburt in Dreieich, 15 km südlich von Frankfurt am Main.

11. Fällt es Ihnen schwer, Beruf mit Privatleben in Einklang zu bringen?
Ja, es fällt mir schwer. Ich bin glücklich verheiratet und es fällt mir immer schwer, meine Frau acht Tage lang nicht zu sehen.

12. Wie schalten Sie ab? Wie erholen Sie sich von den Bauarbeiten bei „Zuhause im Glück“? (Hobbys / Freizeitaktivitäten)
Während der Bauphase sitzt man abends meist mit den Arbeitskollegen an der Bar und trinkt ein Bier. Oder man geht mal weg und sieht sich in der Gegend um. Zuhause unternehme ich viel mit meiner Frau (Kino, Essen, etc.). Ansonsten tauche ich sehr gerne, spiele Rollenspiele, bin in einem Karnevalsverein und ehrenamtlich beim Technischen Hilfswerk (THW) aktiv.

13. Anregungen / Wünsche?
Man darf nicht bei allem„ Zuhause im Glück“ die Partner vergessen. Das Team ist nur so gut, wie der Rückhalt der Partner, der einzelnen Handwerker. Sie gehen oft bei dem ganzen Trubel unter. Daher fände ich es schön, den Partnern ebenso Danke zu sagen, wie uns immer. Ich wünsche mir, dass wir irgendwann die 100. Sendung produzieren.