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Allgemeine Informationen

Die heutigen Methoden der Schönheitschirurgie sind medizinisch weit fortgeschritten und gewebeschonend – hässliche Narben sind Vergangenheit. Die Sehnsucht des Menschen nach einem attraktiven Äußeren und einem makellosen Körper ist kein moderner Gedanke. Schon in der Antike bei den alten Griechen wurde viel Wert auf einen schönen Körper gelegt. Seit damals gelten wohlproportionierte Körper und symmetrische Gesichtszüge als schön.

Nicht zufällig ist auch die „Kosmetik“, die Kunst des Schmückens, ein altgriechisches Wort. Der Körper wurde damals, genauso wie auch heute, herausgeputzt, in Szene gesetzt und verändert, um dem Schönheitsideal möglichst nahe zu kommen. Und auch schon früher wurden dafür schmerzhafte und teilweise sogar sehr gefährliche Behandlungen in Kauf genommen: Angefangen mit dem Tragen eines Korsetts bis hin zu Römerinnen, die sich den giftigen Saft der Tollkirsche zur Vergrößerung der Pupillen in die Augen träufelten.

Ein schöner Körper ist nicht nur gut für das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit mit sich selbst. Auch die Umwelt reagiert positiver auf attraktive Menschen als auf solche, die es nicht sind. So haben Untersuchungen festgestellt, dass schöne Babys mehr Zuwendung erhalten und schöne Menschen bessere Karriere-Chancen haben und im Durchschnitt mehr verdienen als solche, die als unattraktiv gesehen werden. Die Anziehungskraft der Schönheit ist in unseren Genen verankert – wir können uns ihrer Wirkung nicht entziehen.

Nicht nur Frauen streben nach einem schönen Körper, das Schönheitshandeln nahm auch Männer nicht aus. Schon im Barock trugen sie Hüft- und Wadenpolster, um korpulenter zu wirken. Und auch heutzutage sind Männer immer mehr um ein schönes Erscheinungsbild bemüht. Dies zeigt sich auch bei schönheitschirurgischen Eingriffen: die Patienten sind immer häufiger männlich. Vor allem die Korrektur von Falten im Gesicht sowie das Fettabsaugen gehören bei ihnen zu den beliebtesten Eingriffen.

Betrachtet man die Zahlen der Eingriffe für beide Geschlechter zusammen, zeigt sich ein relativ gleichbleibendes Bild. So sieht die Gesellschaft für ästhetische Chirurgie keine deutliche Steigerung der Eingriffe in den letzten Jahren. Und auch Zahlen des statistischen Bundesamtes belegen eine relativ gleichbleibende Anzahl der Eingriffe bei ungefähr 190.000 Eingriffen im Bereich der plastischen Chirurgie im Jahr 2007.

Einige Trends lassen sich dennoch feststellen: So sind vor allem Faltenbehandlungen stark im Aufschwung und die Akzeptanz von Schönheitsoperationen ist in den letzten Jahren in der Öffentlichkeit stark gestiegen. Waren diese früher meist verpönt, so sehen heutzutage immer mehr Menschen eine Korrektur der Nase oder eine Fettabsaugung als etwas ganz Natürliches an – schließlich ist es die freiwillige Entscheidung der Patienten, besser aussehen zu wollen.