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GRIP - Das Motormagazin

Autoimport aus den USA


Wichtiges für den Autoimport aus den USA


Kauf:

In den USA gibt es keinen TÜV. Daher ist Vorsicht beim Kauf geboten. Reparaturen werden oft weit unter deutschem Standard durchgeführt und man hat nach der Einfuhr in Deutschland wenig Freude am Auto. Daher sollte man auch ein paar Punkte besonders achten:

1. Das Fahrzeug sollte beim Kauf noch in den USA registriert und zugelassen sein und einen "Title" (amerikanischer Fahrzeugbrief) besitzen. Ohne diesen ist das Auto nichts wert, er ist außerdem wichtig für den Zoll und die Zulassung in Deutschland.

2. Schließen Sie mit dem Verkäufer einen Kaufvertrag und lassen Sie sich den sogenannten "Title" aushändigen.

3. Vergleichen Sie die Fahrgestellnummer von Auto und "Title".

4. Unterschreiben Sie unbedingt auf dem "Title", erst dann sind Sie rechtmäßiger Besitzer des Wagens.


Transport:

Beauftragen Sie in den USA eine Spedition mit Autoexport-Erfahrung (www.Rinkens.com). Die Kosten variieren je nach Nachfrage und Saison zwischen 900 und 1300 Dollar. Das Auto wird in einen Container geladen und mit dem Schiff nach Deutschland gebracht. Je nach Route kann das fünf bis acht Wochen dauern.

Wichtig: Die Transportkosten beinhalten nur die Verschiffung bis zum Zielhafen. Von dort übernimmt im Regelfall eine deutsche Partner Spedition die Einfuhr und Zollabwicklung. Das wird zusätzlich abgerechnet.


Einfuhr und Zoll:

Es ist sehr empfehlenswert die Einfuhr und Zollabwicklung von einer hafenansässigen Spedition (www.gct-group.com) durchführen zu lassen. Für diese Firmen ist das Routine und es kostet nur geringfügig mehr.


Einfuhrkosten und Zollgebühren:

1. Zollabgabe: Zehn Prozent von der Summe aus: Frachtkosten und Kaufpreis
(Beispiel: Bei einem Frachtpreis von 500$ und einem Kaufpreis von 5000$ liegt die Zollabgabe bei 550$)

Wichtig: Der Zoll legt immer seinen eigenen Dollarkurs für ein Monat fest, orientiert sich aber an der Börse

2. Mehrwertsteuer:
19% von der Summe aus: Zollabgabe + Kaufpreis + Frachtkosten

3. Terminal handling charge:
ca. 250 - 500 Euro (je nach Hafen und Spedition) für:
- Entladung vom Schiff
- Transport vom Hafen zur Spedition
- Zollabwicklung
- Rücktransport des Lehrcontainers zum Hafen


Umbauten für die Zulassung in Deutschland:

Um auch in Deutschland fahren zu dürfen, müssen Sie beim TÜV erst eine Neuabnahme nach $21 StVZO durchführen lassen. Für den deutschen Straßenverkehr werden meist andere Scheinwerfer und Blinker benötigt.  Warnblinkanlagen sind auch nicht in allen amerikanischen Autos verbaut, bei uns sind sie aber Pflicht.


Unser Tipp:


Fahren Sie mit dem Auto direkt zum TÜV. Er wird eine Abnahme durchführen und Ihnen mitteilen, welche Umbaumaßnahmen nötig sind. Bauen Sie alles wie verlangt um und fahren Sie erneut zum TÜV - dann wird er Ihnen nachträglich die Plakette erteilen.

Infos zur TÜV Abnahme nach §21 StVZO:

TÜV Süd Auto Service GmbH
Matthias Gerst
Niederlassung Heilbronn
Salzstraße 133
D-74076 HEILBRONN
Tel. 07131-1576-77
Fax 07131-1576-78
matthias.gerst@tuev-sued.de


Zulassung:

Für die Zulassungsstelle benötigen Sie den "Title", Zollbescheinigung, die Abnahme nach $21 StVZO vom TÜV und eine Versicherungsbestätigung.


Hilfreiche Links rund um das Thema Autokauf in USA:

Langzeitmiete oder Kauf? Infos gibt es beim ADAC:
http://www.adac.de/images/USA%20-%20Kauf%20und%20Wiederverkauf_tcm8-210466.pdf

Hier finden sie ein Auto in USA:
http://www.autotrader.com/
www.kbb.com

Hier können Sie Unfallschäden über die Seriennummer checken:
www.carfax.com


Empehlenswerte Speditionen:

www.Rinkens.com
www.gct-group.com


Buch Tipp:

US-Import Anleitung
Von Achim Aab
Christian Rieck Verlag
ISBN 3-924043-52-3


Weitere wichtige Infos zum Autoimport aus den USA finden Sie hier >>