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102 Dalmatiner

102 Dalmatiner

Familien-Komödie mit Starbesetzung, USA 2000

Nach drei Jahren wird die notorische Hundehasserin Cruella De Vil wegen guter Führung aus der Haft entlassen. Cruella hat sich dank einer Therapie in eine Hundeliebhaberin verwandelt und ihrer früheren Boshaftigkeit abgeschworen. Nur die Bewährungshelferin Chloe Simon, die Cruella beaufsichtigen soll, misstraut dem scheinbaren Sinneswandel. Und Chloe soll recht behalten...

Drei Jahre sind vergangen, seitdem Cruella De Vil in London ihr Unwesen mit unschuldigen Hundebabys trieb. Für ihre bösen Taten kam sie ins Gefängnis, doch nun ist sie wegen guter Führung und eines erstaunlichen inneren Wandels vorzeitig freigekommen. Eine neuartige Elektroschock-Therapie des Anstaltsarztes Dr. Pavlov hat die Hundehasserin Cruella ins genaue Gegenteil verkehrt. Cruella erklärt sich sogar freudig bereit, bei jeglicher Art eines Rückfalles ihr gesamtes Vermögen – immerhin 8 Millionen Pfund – einem Tierheim zu überlassen.

Keine Frage, die einstige Tierhasserin ist ein neuer Mensch geworden. Die Bewährungshelferin Chloe Simon erhält die Aufgabe, Cruella zu beaufsichtigen. Chloe mag als Einzige nicht so recht an den Sinneswandel ihrer Klientin glauben. Erst als Cruella das pleite gegangene Hundeheim „Second Chance“ vor dem Gerichtsvollzieher rettet, muss auch Chloe ihre Meinung revidieren. Doch Dr. Pavlov ist bei Cruellas Behandlung ein folgenschweres Missgeschick unterlaufen – und wenig später ist sie wieder ganz die Alte.

Sie verbündet sich mit dem französischen Modeschöpfer Jean Pierre Le Pelt, der ihr bei der Verwirklichung ihres Mantel-Traums helfen will. Dafür müssen 102 Dalmatinerwelpen her! Chloe und der „Second Chance“-Heimleiter Kevin Shepherd müssen all ihren Einfallsreichtum aufbieten, um das zu verhindern – und natürlich tun auch die Dalmatiner ihr Bestes, um den üblen Hundefängern ein Schnippchen zu schlagen.

„Die Fortsetzung der Realfilmversion von ’101 Dalmatiner’ (1996) erzählt das Gleiche wie der Vorgängerfilm, nämlich die Entführung von Dalmatinerwelpen zur Pelzherstellung, womit er nur am Rande von der ursprünglichen Geschichte abweicht. Die fantasievolle Ausstattung und ein herrlich chargierender Gérard Depardieu machen daraus ein harmlos unterhaltendes Vergnügen.“ (Lexikon des internationalen Films)

Das märchenhafte Abenteuer für die ganze Familie wurde von Kevin Lima inszeniert, der zuvor schon bei den Disney-Trickfilmabenteuern „Goofy – Der Film“ und „Tarzan“ Regie geführt hatte. Im vergangenen Jahr konnte Lima mit der zauberhaften Komödie „Verwünscht“ einen großen Erfolg an den Kinokassen verbuchen. Als Cruella de Vil ist – wie schon im ersten „Dalamtiner“-Teil – eine herrlich überdrehte Glenn Close zu sehen. Unterstützung bei ihren bösen Plänen bekommt die Hundehasserin de Vil diesmal von dem überkandidelten Modedesigner Jean Pierre LePelt, gespielt von Frankreichs Superstar Gérard Depardieu.

Als Gegenspieler stehen den beiden die Jungstars Alice Evans und Ioan Gruffudd („Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer“) gegenüber. Die beiden kommen sich nicht nur in „102 Dalmatiner“ näher, sondern sind seit den Dreharbeiten auch im wahren Leben ein Paar – und seit dem 14. September 2007 verheiratet.

Erst mit 35 Jahren gab Glenn Close ihr Debüt auf der Leinwand – und gleich für ihre erste Rolle in der John-Irving-Verfilmung „Garp und wie er die Welt sah“ wurde sie für einen Oscar nominiert! In den folgenden zwei Jahren legte Close gleich noch zwei weitere Nominierungen nach, eine für „Der große Frust“, eine weitere für ihren Part in „Der Unbeugsame“. Als Alex Forrest in „Eine verhängnisvolle Affäre“ startete sie 1987 an der Seite von Michael Douglas dann ganz groß durch und spielte eine der wohl prägnantesten Frauenrollen der 80er Jahre, die – natürlich – wieder für einen Oscar nominiert wurde. Nominierung Nummer 4 folgte schließlich für „Gefährliche Liebschaften“ im Jahre 1989.

Zu den größten Erfolgen der ehemaligen Theater- und Musical-Darstellerin zählen darüber hinaus Filme wie „Das Geisterhaus“, „Mars Attacks!“, „Air Force One“, „101 Dalmatiner“ sowie das Sequel „102 Dalmatiner“. Darüber hinaus lieh Close, die übrigens alle ihre Filmkostüme behält, der Blauen Fee in der US-Fassung von Roberto Benignis „Pinocchio“ ihre charismatische Stimme. Außerdem war sie in dem gesellschaftskritischen Vorort-Drama „Glück in kleinen Dosen“ zu sehen und spielte die Hauptrolle in der preisgekrönten US-Serie „Damages“.

Gérard Depardieu zieht als fieser Modedesigner LePelt alle Register seines komödiantischen Könnens. Der vielseitige Franzose war im Laufe seiner langen Karriere in so wichtigen und erfolgreichen Filmen wie „Die letzte Metro“, „Danton“, „Cyrano von Bergerac“, „Green Card – Scheinehe mit Hindernissen“ oder „1492 – Die Eroberung des Paradieses“ zu sehen. 2002 spielte er den schwergewichtiger Gallier Obelix in dem Kassenknüller „Asterix & Obelix: Mission Kleopatra“; im Januar 2003 wirkte er in der groß angelegten TV-Coproduktion „Napoleon“ mit. In dem starbesetzten und quotenstarken Vierteiler gab er die Rolle des Joseph Fouché.

Danach war er unter anderem als Ermittler in Olivier Marchals exzellentem Kriminalfilm „36 - Tödliche Rivalen“ zu sehen, übernahm die Titelrolle in der Komödie „Boudu – Ein liebenswerter Schnorrer“ und spielte in der Filmbiographie „La Vie en Rose“ einen Theaterbesitzer, der der Chansonsängerin Edith Piaf – gespielt von Marion Cotillard – zu ihrem ersten Engagement verhilft. 2008 war Depardieu als unbesiegbarer Gallier Obelix auf der großen Leinwand zu sehen. In „Asterix bei den Olympischen Spielen“ halfen Asterix und Obelix dem jungen Gallier Alafolix, die Olympischen Spiele zu gewinnen und gleichzeitig das Herz der bezaubernden griechischen Prinzessin Irina zu erobern.


Regie                                   Kevin Lima

Rolle:                                   Name:
Cruella de Vil                       Glenn Close
Kevin Sheperd                     Ioan Gruffudd
Chloe Simon                        Alice Evans
Alonzo                                 Tim McInnerny
Jean Pierre LePelt                Gérard Depardieu
Ewan                                   Ben Crompton