Was hat Sie gereizt bei dem Format „Extrem schön“ mitzumachen?
Es war eine große Herausforderung für mich, die Protagonistinnen extrem zu verschönern und ihnen zu zeigen, was man aus ihnen herausholen kann. Dabei ist mir ganz besonders wichtig, dass die Frauen trotz der Veränderung authentisch bleiben.
Was waren Ihre persönlichen Highlights bei den Dreharbeiten zu „Extrem schön“?
Highlights waren für mich immer die Emotionen der Protagonistinnen, wenn der Vorhang gefallen ist. Das waren immer Aha-Effekte für mich. Ich bin nicht sehr nah am Wasser gebaut, aber in dem Moment sind auch bei mir ein paar Tränen geflossen.
Wie unterscheidet sich Ihre alltägliche Arbeit in Ihren Salons von der Arbeit bei „Extrem schön“?
Meine Kunden sind meist bereits modisch orientiert und haben ein selbstbewusstes Auftreten. Und ich habe bei meinen Kunden immer die Möglichkeit, vorab ein Beratungsgespräch zu führen. Diese Möglichkeit habe ich bei „Extrem schön“ nicht. In meiner alltäglichen Arbeit fällt daher der Überraschungseffekt weg, der das besondere an dem Format „Extrem schön“ ist.
Wussten Sie schon immer, dass Sie Ihre Interessen für Styling und Mode zum Beruf machen wollten?
Als kleines Kind ja, dann gab es allerdings eine Wende, und ich habe eine Ausbildung zum Krankenpfleger mit behinderten Menschen begonnen. Nach ein paar Wochen habe ich allerdings gemerkt, dass ich dafür zu weich gebaut bin. Denn für diesen Beruf braucht man eine harte Schale. Daher habe ich zu meinem Kindheitstraum zurückgegriffen und eine Friseur-Lehre absolviert. Mit 19 Jahren habe ich meinen ersten Laden eröffnet und mit 20 die Meisterprüfung abgelegt. Nach vier Jahren Selbständigkeit bin ich nach Luxemburg gegangen und im Anschluss für viereinhalb Jahre nach Chicago. Seit 14 Jahren nun habe ich meinen Salon in München, und bin seit vier Jahren auch in Düsseldorf tätig.
Wie wichtig waren die Erfahrungen, die sie in den USA gemacht haben, für Ihre Arbeit hier in Deutschland?
Diese Erfahrungen waren vor allem für mein Selbstbewusstsein sehr wichtig. Und überall wird anders gearbeitet, überall lernt man dazu. Der Stil in Chicago ist auch ein ganz anderer als hier. In den Staaten hat Glamour einen sehr hohen Stellenwert. In Deutschland ist man mehr authentisch, nicht so pompös. Man setzt hier mehr auf natürliche Basis.
Abschließend möchte ich mich noch bei meinem tollen Team bedanken, das während der Arbeit bei „Extrem schön“ mitgewirkt hat und mich tatkräftig untersützt hat. Ebenso auch bei meinem Freund, der mir den Rücken frei gehalten hat und während dieser Zeit immer für mich da war.
