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Last Man Standing

Last Man Standing

Action-Thriller mit Starbesetzung, USA 1996

Eine Kleinstadt an der Grenze zwischen Texas und Mexiko ist Schauplatz eines erbitterten Kampfes zwischen zwei skrupellosen Alkoholschmugglerbanden. Der mysteriöse Neuankömmling John Smith heuert bei beiden Gangs als Söldner an und beginnt, die Outlaws gegeneinander auszuspielen.

Jericho, Texas 1931: Der abgehalfterte Revolverheld John Smith kommt auf seiner Reise nach Mexiko durch eine fast verlassene Kleinstadt. Dort wird sein Auto von Gangstern demoliert - er zögert nicht lange und übt Rache. Smith merkt schnell, dass er es nur mit Kleinstadtgangstern zu tun hat und versucht, die beiden Parteien, die Gangs von Strozzi und Doyle, gegeneinander auszuspielen. Im Laufe der nächsten Tage wechselt Smith ständig die Seiten und versucht so, möglichst viel Geld zu verdienen und den Hass der beiden Gruppen aufeinander zu schüren. Als er schließlich Doyles Geliebte befreit und dies der Gang von Strozzi in die Schuhe schiebt, eskaliert der Konflikt zwischen den beiden Gangs und es kommt zum Krieg ...

Basierend auf Kurosawas Klassiker "Yojimbo" überzeugt "Last Man Standing" vor allem durch lakonischen Erzählstil und perfekt choreographierte Schießereien. Bruce Willis gibt als wortkarger Racheengel eine exzellente Figur ab und Christopher Walken erweist sich erneut als herrlich dämonischer Finsterling.“ (Mediabiz)

Bruce Willis zeigt wieder einmal, dass er brutal aufräumen kann wie kein anderer. Immer, wenn es in Hollywood gilt, eine Großstadt, den Präsidenten oder auch schon mal die ganze Welt zu retten, wählen Produzenten und Regisseure die Nummer des Superstars. Zumindest war das in den späten 80ern und den 90er Jahren so. Da sah man Willis, der im pfälzischen Idar-Oberstein zur Welt kam, meist im blutverschmierten weißen Feinrippunterhemd und gezeichnet von Platz-, Schürf- und Schusswunden in Filmen wie der „Stirb langsam“-Trilogie, „Last Boy Scout“, „12 Monkeys“ oder „Armageddon“ im Alleingang gegen das Böse antreten.

Rollen wie die des gebeutelten Cops John McClane bescherten Willis zwar erhebliche Popularität und Millionengagen. In Produktionen wie „Das Mercury-Puzzle“, „The Sixth Sense“, „The Kid – Image ist alles“ oder der Komödie „Banditen!“ bewies er beinahe schon Charakterdarsteller-Qualitäten. Als eine seiner größten schauspielerischen Glanzleistungen gilt aber der Part des wortkargen Boxers Butch in Quentin Tarantinos Geniestreich „Pulp Fiction“. Im Januar startete der Sci-Fi-Actionthriller „Surrogates - Mein zweites Ich“ in den deutschen Kinos. Ab dem 15. April 2010 sorgt Willis dann in der Actionkomödie „Cop Out – Geladen und Entsichert“ für jede Menge Fun, bevor er später im Jahr mit „Red“ wieder ins Actionfach wechselt: In der Comicverfilmung spielt Willis einen ehemaligen CIA-Agenten, der von seinen Vorgesetzten verraten wird und einen Rachefeldzug startet.

David Patrick Kelly gibt den Gegenspieler von Willis. Seine erste Rolle spielte er 1979 in Walter Hills kontroversen Bandenkriegsfilm „Die Warriors“. In der Kultserie „Twin Peaks“ von David Lynch verkörperte er die Rolle des Jerry Horne. Sein berühmtester Part war der des T-Bird im Horrorfilm „The Crow“. Zuletzt spielte er in Eastwoods Kriegsdrama „Flags of Our Fathers“ mit.

Auch Christopher Walken überzeugt in diesem klassischen Shootout. „Man muss mich nicht herrichten, damit ich böse aussehe. Das bekomme ich auch so hin“, hat der Oscar-Preisträger einmal über sich gesagt. Wer wollte dem profilierten Charakterdarsteller angesichts solcher Filme wie „James Bond 007 - Im Angesicht des Todes“, „Der Trost von Fremden“, „King Of New York - König zwischen Tag und Nacht“ oder „Heaven's Gate - Das Tor zum Himmel“ widersprechen? Es scheint wirklich so, als sei Walken der Fachmann für Fieslinge, Psychopathen und sonstige derangierte und exzentrische Charaktere, um die man im wahren Leben vermutlich einen großen Bogen machen würde.

Sein Part als Diane Keatons Bruder in Woody Allens „Der Stadtneurotiker“ aus dem Jahr 1977 brachte ihm erste Anerkennung, nur ein Jahr später kam er durch seine Darstellung eines traumatisierten Vietnam-Veteranen in Michael Ciminos „Die durch die Hölle gehen“ bereits zu Oscar-Ehren. Seitdem wirkte der begnadete Tänzer in etlichen großen Produktionen, aber auch in vielen Independent-Filmen unterschiedlicher Qualität mit. Auch in Zukunft wird Christopher Walken sich die Freiheit nehmen, die Rollen zu spielen, die er reizvoll findet. In eine bestimmte Schublade wird man ihn sicher niemals stecken können.

Regie                               Walter Hill

Rolle:                               Name:
John Smith                        Bruce Willis
Sheriff Ed Galt                  Bruce Dern
Hickey                               Christopher Walken
Joe Monday                      William Sanderson
Doyle                                David Patrick Kelly
Fredo Strozzi                   Ned Eisenberg