Das Öl sprudelte unterdessen immer weiter ins Meer. Denn trotz aller Anstrengungen gelang es dem britischen Konzern BP nicht , das defekte Bohrloch in 1,5 Kilometer Tiefe zu verschließen. Die gesunkene "Deepwater Horizon" gehörte zum absoluten Hightech-Equipment der Ölindustrie. Sie war eine sogenannte "Exploration Platform" - eine Bohrinsel, die nur dazu da ist , Tiefseevorkommen zu entdecken und anzubohren. Anschließend schicken Konzerne wie BP eine konventionelle Förderplattform zu dieser Lagerstätte.
Einen Plan für den Fall eines Unglücks gab es nicht. Womit sich auch die Hilflosigkeit der beteiligten Ingenieure erklärt. Erst am 16. Juli 2010, drei Monate nach dem Unglück, gelang es, das Ölleck zu schließen. Bis dahin waren 780 Millionen Liter Rohöl ins Meer geströmt.
Die Jahresbilanz von BP weist wegen der Katastrophe einen Verlust von knapp 3,6 Milliarden Euro aus. 2009 hatte das Unternehmen noch über zehn Milliarden Euro Gewinn gemacht.Wie die Geschäfte laufen, wenn sich das Risiko bezahlt macht, zeigt übrigens BP-Konkurrent Exxon Mobile. Der machte 2010, dem Jahr der Ölpest im Golf, sagenhafte 22 Milliarden Gewinn.
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