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Themenwoche Öl

Die unsichtbare Gefahr


Um den Ölteppich nach dem Unglück der Deepwater Horizon einzudämmen, hat BP tonnenweise Chemikalien in den Golf von Mexiko gesprüht. Große Teile des Öls haben sich dadurch aber nicht komplett aufgelöst, sondern in kleine Tröpfchen zersetzt. Eine unsichtbare Gefahr unter anderem für die Wale im Golf.
 
Zum Teil werden die Chemikalien direkt am Bohrloch auf das ausströmende Öl gesprüht. So soll die braune Masse von den Stränden ferngehalten werden.
Diese sogenannten Dispergatoren zerlegen das Öl in kleine Tröpfchen, die dann unter Wasser riesige Ölschwaden bilden. BP hat die Existenz dieser Unterwasserwolken lange geleugnet.
 
Stephan Lutter, Meeresbiologe WWF dazu: "Wir haben sie ja alle gesehen. Sie sind von Wissenschaftlern mit Unterwasseraufnahmen belegt. Und es gibt inzwischen auch Wasserproben, die zeigen, dass das Öl wirklich fast mikroskopisch klein verteilt ist."
 
Einen solchen Fall hat es vorher noch nie gegeben, so Wissenschaftler. Das Öl verteilt sich auf diese Weise in unterschiedlichen Tiefen. Fischen, die durch die Schwaden schwimmen verkleben die Kiemen. Die im Golf vorkommenden Walhaie und Blauwale nehmen verseuchtes Plankton auf. In der Nähe von Venice haben Umweltschützer Unterwasseraufnahmen dieser Ölwolken gemacht.  

Umweltschützer Scott Porter war mit dabei: "Das Zeug hat an den Händen gepappt, wie eine Mischung aus Lehm und Wachs. Egal welche Seife wir benutzt haben. Nichts hat geholfen. Erst nachdem wir Lage um Lage mühsam abgekratzt hatten, ging es einigermaßen."
 
Zwar bleibt das Öl an der Oberfläche die größte Gefahr für das Ökosystem im Golf von Mexiko. Für tausende Tiere werden aber auch die unsichtbaren Ölschwaden unter Wasser zur tödlichen Falle.
 

 

Video Unsichtbare Gefahr

Unsichtbare Gefahr