Knapp 400 Millionen Liter Öl sind schon in den Golf von Mexiko geflossen. Viele Menschen in der Region stehen vor dem Ruin- fast täglich wird die Menge des austretenden Öls nach oben korrigiert. Zum Abschluss unserer Themenwoche schauen wir auf die Folgen der Umweltkatastrophe. Ist das Leck nicht bald gestopft, sind auch Europas Strände bedroht.
Es war ein schwerer Gang für BP-Chef Hayward zur Anhörung im US-Kongress. Hayward entschuldigte sich für die Ölpest, blieb aber vage in seinen Erklärungen.
Bis auf einen Punkt: Das Öl könne noch bis zu 4 Jahre weiter sprudeln, falls die beiden Entlastungsbohrungen schief gehen.
Das ist nicht nur für die Menschen am Golf von Mexiko ein Schock. Da das Öl schon in den Atlantik strömt, sind auch die Europäer besorgt - können bis jetzt aber noch hoffen.
Meeresforscher Prof. Dr. Martin Visbeck dazu: „Durch die starke Verdünnung und den chemischen und biologischen Abbau kann man im Moment noch komplette Entwarnung geben. Wir würden das noch mal revidieren wenn es nicht gelingt, das Öl bis zum August zum versiegen zu bringen.“
Das finanzielle Desaster für BP ist jetzt schon verheerend. Die Aktien des Konzerns sanken um bis zu 44 Prozent. Die Dividenden für die Aktionäre wurden gestrichen.
Teuer kann es aber auch für uns werden. Das deutsche Institut für Wirtschaftsprüfung rechnet in den nächsten Wochen mit Lieferengpässen beim Öl und steigenden Benzinpreisen.
Bis die Natur sich von der Katastrophe erholt, kann es laut Experten bis zu 30 Jahre dauern.
Stephan Lutter, WWF Deutschland erklärt: „Das Ökosystem selbst im Meer draußen wird lange nicht mehr das Selbe sein wie vorher. Da werden bestimmte Tierarten auch im Plankton und in den Fischbeständen ausfallen.“
Die Folgen der schlimmsten Ölpest in der Geschichte werden Menschen und Tiere wohl noch Jahrzehnte beschäftigen.