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Sheryl Crow

Sheryl Crow

 



Laut Sheryl Crow steht der Titel ihres siebten Albums nicht bloß für irgendeinen Ort; für sie geht es dabei vielmehr um eine ganze Weltanschauung:

"Ich bin 100 Meilen von Memphis entfernt in einer Kleinstadt aufgewachsen, und das hat nicht nur meinen Musikgeschmack geprägt, sondern auch mein gesamtes Weltbild", erklärt sie. "Wenn man von dort in Richtung Memphis fährt, sieht man weit und breit nur Felder, und die Leute, die dort leben, setzen auf die Gemeinschaft, sie sind gottesfürchtig und fest verwurzelt in dieser Region. Die Musik von dort ist ein Teil von mir, und sie ist noch immer noch die wichtigste Inspirationsquelle und der zentrale Antrieb für alles, was ich mache."

Anders gesagt: Es gibt sowohl musikalische als auch persönliche Gründe dafür, dass die in Kennett, Missouri aufgewachsene Musikerin ihr neues Album "100 Miles From Memphis" getauft hat. Schließlich kehrt die neunfache Grammy-Gewinnerin mit dem kommenden Longplayer endlich zu jenem Sound zurück, der sie überhaupt erst dazu bewegt hat, ihre eigenen Songs zu schreiben. "Ehrlich gesagt habe ich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken gespielt, dieses Album aufzunehmen", sagt Crow. "Als ich vor zwanzig Jahren meinen Manager Scooter Weintraub kennen lernte, erkannte er in meiner Stimme all diese offensichtlichen Südstaaten-Referenzen – Delaney und Bonnie, dazu all die Klassiker aus dem Hause Stax. Daher kam er in den vergangenen Jahren immer wieder bei mir an und fragte: ‘Und, wann machst du nun endlich dieses Album?’"

Ihre neuen Songs beschwören eine musikalische Ära herauf, als man noch die Leidenschaft der Musiker heraushören konnte, wenn man das Radio anstellte, als es im Studio noch darum ging, die Freude und den Schweiß einer Aufnahmesession für immer und ewig auf Vinyl zu bannen. Gelegentlich kann man die klanglichen Referenzpunkte – Al Green, Sly and the Family Stone, Stevie Wonder – ganz deutlich erkennen, dabei zeichnen sich die 11 Songs ihrer neuen LP insgesamt eher dadurch aus, dass sie die Energie und den Spirit von damals in sich tragen, anstatt einfach nur einen klassischen Stil zu imitieren.

Sheryl Crow

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