Das Epizentrum lag nahe der Stadt Lorca im Süden des Landes. Innerhalb von zwei Stunden bebte die Erde zweimal mit einer Stärke von 4,4 und 5,3. Viele Gebäude, darunter der Glockenturm einer Kirche, stürzten ein. In der Fahrbahn von Autobahnen und an Brücken taten sich Risse auf.

Mindestens neun Menschen starben, mehr als 250 wurden zum Teil von herabstürzenden Mauerstücken verletzt. Eine Sondereinheit des Militärs sucht in den Trümmern nach weiteren Opfern. In der 100-tausend-Einwohner-Stadt Lorca herrscht Chaos: Krankenhäuser und Pflegeheime wurden geräumt, aus Angst vor Nachbeben verbrachten tausende Menschen die Nacht im Freien.
