Interview mit den GRIP-Moderatoren Matthias Malmedie, Niki Schelle und Helge Thomsen
Am 14. Oktober 2007 um 18:00 Uhr startete "Grip - Das Motormagazin" bei RTL II. Warum fehlte dieses Automagazin noch im deutschen Fernsehen?
Matthias: "Wir messen keine Kofferräume aus, zählen keine Cupholder und wir interessieren uns auch nicht für Kaskoklassen. Dafür zeigen wir, wie man mit zwei, vier oder noch mehr Rädern richtig viel Spaß haben kann."
Helge: "Die Autos werden nicht technisch, sondern emotional getestet. Bei Aktionen wird mehr Wert darauf gelegt, den Spaßfaktor in den Vordergrund zu stellen als die Verkehrssicherheit."
Motoröl und quietschende Reifen – Was verbindet Ihr damit?
Niki: "Ich war schon mit fünf Jahren von Autos fasziniert. Wenn bei uns in der Werkstatt früher ein sportliches Auto zur Reparatur gegeben wurde, hab ich immer auf den Besitzer gewartet und gefragt, ob er mich auf eine Spritztour mitnehmen kann, wenn er sein Auto abholt."
Matthias: "Hm, Motoröl und quietschende Reifen? Klar, beides riecht gut! Und quietschende Reifen sind zumindest bei mir ein gutes Zeichen für einen Drift. Und ein Drift ist die schönste Art, eine Kurve zu nehmen."
Euer erstes Auto war..?Helge: "Ein 74er Opel Rekord 1700; fast so gut wie mein aktueller: ein 76er Ford Granada."
Matthias: "Mein erstes Auto war ein 5er BMW Jahrgang 1976. Momentan fahre ich ein Erbstück, mehr wird nicht verraten."
Niki: "Mein erster Wagen war ein Opel Ascona A, mittlerweile bin ich auf einen Suzuki Grand Vitara umgestiegen."
Und wie sieht Euer Traumauto aus? Matthias: "Ganz klar: Mein Traumauto hat 500 PS, Heckantrieb, einen großen Kofferraum und ist weiß."
Helge: "Weiß? Nee, schwarz und schnell muss ein Auto sein!"
Niki: "Aussehen ist gar nicht so wichtig. Mich interessiert eher die Leistung und das Fahrverhalten eines Autos."
Worauf achtet Ihr beim Kauf eines Autos?
Helge: "Ich achte nur auf das Design und die Technik. Die Marke spielt keine Rolle. Am wichtigsten ist ohnehin der Charakter, den ein Wagen ausstrahlt - und das Fahrerlebnis."
Matthias: "Marke und Image sind mir total egal. Für mich zählt nur der Charakter, bei Oldies das Handling, manchmal auch der Platz und die Farbe. Und beim Fahren zählen vor allem Power, Heckantrieb, eine direkte Lenkung, gute Bremsen, straffe Sitze und eine hübsche Beifahrerin!"
Niki: "Beim Fahren achte ich vor allem auf eine gute Abstimmung - nicht zu hart und nicht zu weich. Aber am wichtigsten bei einem Auto ist mir einfach die Leistung, die der Wagen bringt."
Wenn Ihr einen Wunsch frei hättet und so viel Geld wie nötig zur Verfügung - was würdet Ihr am liebsten mit einem Auto machen? Niki: "Ich würde gern einen Weltmeisterschaftslauf bestreiten."
Matthias: "Ich würde gerne mal eine ganze Saison Langstreckenpokal auf der Nordschleife am Nürburgring fahren."
Helge: "Und ich 24 Stunden Le Mans. Oder mit dem Auto einmal um die Welt fahren."
Vor Euch auf einer engen Straße in der Stadt versucht jemand zu wenden - und stellt sich unheimlich ungeschickt an. Wie reagiert Ihr? Matthias: "Ich schreie."
Helge: "Ich rate dem Fahrer, sich ein Klapprad zu kaufen."
Niki: "Der braucht wohl noch ein paar Übungsstunden auf einem Parkplatz."
Was ist Eurer Meinung nach der beste Song zum Autofahren?Helge: "‚Jesus built my Hotrod’ von Ministry – schön laut und schön schnell!"
Niki: "Hm, ich hab da eigentlich gar keinen bestimmten Song im Kopf. Bei mir kommt das immer auf die Laune an, aber Hard Rock würde mich eher aggressiv machen. Wenn ich wirklich schnell unterwegs bin, muss die Mucke ohnehin ausgemacht werden."
… und der beste Film über´s Autofahren?
Niki: "Eindeutig ‚Tage des Donners’ mit Tom Cruise und Nicole Kidman."
Helge: "’Two Lane Blacktop’ von 1971, zwei Typen fahren in absoluten Kult-Karren durch die USA."
Matthias: "Der definitiv beste Film über´s Autofahren ist ‚Bullit’ von 1969 mit Steve McQueen in der Hauptrolle."
Seid Ihr eigentlich gute Beifahrer?Matthias: "Ich fahre lieber selbst."
Helge: "Und ich fahre immer selbst."
Würdet Ihr der Umwelt zuliebe eigentlich auch auf Hybrid-, Elektro- oder Erdgasautos umsteigen?
Matthias: "Klar, gerne. Sie müssen nur irgendwie Spaß machen und sinnvoll sein. Also entweder schön groß oder besonders klein und wendig."
Helge: "Klar, seh ich auch so."
Helge, zum Schluss noch eine Frage für Dich. Wie bringst Du das Thema Autos eigentlich GRIP-Zuschauern näher, die noch nicht so viel von Fahrzeugen verstehen? Helge: "Das würde ich mit einfachen Beispielen aus dem täglichen Leben machen. Eine Zündkerze zu wechseln funktioniert so ähnlich wie das Wechseln einer Glühbirne. Und die Arbeitsweise eines Zylinders kann man auch skizzieren Ein Kolbenfresser ist auch leicht erklärt: Wenn man viel Durst hat, klebt die Zunge am Gaumen. Wenn zu wenig Öl im Motor ist, klebt der Kolben. Und GRIP heißt eigentlich nichts anderes als Bodenhaftung. In unserem speziellen Fall aber wohl eher kontrollierter Verlust der Bodenhaftung."