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Hoffnung im Nahostkonflikt

Hoffnung im Nahostkonflikt

Es war ein historischer Tag im Nahost-Konflikt: 477 palästinensische Gefangene wurden gegen einen israelischen Soldaten ausgetauscht. Gilad Schalit war 2006 bei einer Militäraktion von der Hamas gefangen genommen worden. Der heute 25-Jährige wirkte ausgemergelt und hatte dunkle Ringe unter den Augen, war aber sonst körperlich unversehrt.
 
"Ich habe vor einer Woche erfahren, dass ich frei komme. Ich wusste, dass das meine einzige Chance ist, raus zu kommen. Ich bin sehr aufgeregt und danke allen, die sich für meine Freilassung eingesetzt haben. Vielen Dank!", sagte Schalit.
 
Seine Verschleppung hatte schwere Kämpfe zwischen Israelis und Palästinensern ausgelöst. Erst letzte Woche gelang es, beide Parteien zu einem Gefangenen-Austausch zu bewegen- neben Ägypten vermittelte auch ein Mitarbeiter des deutschen Bundesnachrichtendienstes.
 
Die Fronten bleiben trotzdem hart: "Wir werden weiter gegen den Terror kämpfen. Jeder heute entlassene Terrorist bezahlt mit seinem Leben, wenn er wieder aktiv wird", erklärte Israels Premierminister Benjamin Netanjahu.
 
Die 477 palästinensischen Ex-Gefangenen wurden im Gaza-Streifen und Westjordanland unter Jubel von ihren Familien begrüßt. 550 weitere kommen in den nächsten zwei Monaten frei. Die Hamas kündigte unterdessen an, weiter isrealische Soldaten zu verschleppen, um inhaftierte Palästinenser freizupressen.
 
Gilad Schalit ist mit seinem Vater in seinen Heimatort zurückgeflogen. Dort soll er sich abgeschirmt von der Öffentlichkeit erholen. Wegen seiner langen Gefangenschaft muss er nie wieder in den Militärdienst.
 
Den letzten Gefangenen-Austausch gab es 1985: Damals wurden 1150 überwiegend palästinensische Häftlinge gegen drei Israelis auf freien Fuß gesetzt.