Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern?

Armes Deutschland

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Mo. 30.04.2018 22:10

Folge 6

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Lohnt es sich in Deutschland für sein Geld arbeiten zu gehen oder lebt es sich auf Kosten der Steuerzahler viel bequemer? „Armes Deutschland“ schaut genau hin, ohne dabei zu werten. Die mit der Kamera begleiteten Menschen beantworten die Frage, ob sich Arbeit lohnt, für sich selbst. Jeder auf seine Weise. Lebenseinstellungen, wie sie unterschiedlicher kaum sein können.

Stempeln oder abrackern? Jochen vertritt eine klare Meinung: „Arbeiten, nein danke!“ Stattdessen schnorrt sich der 46-Jährige durch den Alltag und lässt es sich gutgehen. In seiner Jugend ist er Radrennen gefahren, doch der sportliche Ehrgeiz ist verflogen. Heute macht er vor allem durch Mahnbescheide auf sich aufmerksam. Rechnungen und Mahnungen stapeln sich bei ihm bis zur Decke.

Eine ganz andere Einstellung hat Winfried aus Hagen. Trotz Rente muss der 65-Jährige noch arbeiten. Einer seiner Jobs: Streusalz ausfahren bei Glatteis. Doch der Winter ist vorbei und es muss dringend ein Ersatzjob her. Das Geld reicht sonst für Miete und Lebensunterhalt hinten unten vorne nicht. Winfried ist sich für nichts zu schade und versucht alles, um eine weitere Arbeit zu bekommen.

Armes Deutschland - Stempeln oder abrackern? - Folge 6

Marcus (24) hat große Geldsorgen. Immer wieder hat er online bestellt, die Rechnungen allerdings nie gezahlt. Wie auch? Seinen letzten Job hat er hingeworfen, um wieder von Hartz IV zu leben. Jetzt wird es Zeit, sein Leben in geregelte Bahnen zu bringen. Denn Marcus muss diverse Auflagen vom Jugendamt erfüllen, um wieder mit seiner Familie zusammenleben zu können. Schuldenberater Max Postulka verschafft sich einen Überblick und ist schockiert. Kann eine Privatinsolvenz die Lösung für Marcus Schuldenberg sein?

Dem Staat auf der Tasche liegen, das fällt dieser Familie schwer. Der zweifache Vater Olaf (46) wird gerade finanziell vom Jobcenter unterstützt, doch er will so schnell wie möglich raus aus der Arbeitslosigkeit. Dafür würde er jeden Job annehmen, auch für Mindestlohn, denn er ist der Ansicht: Arbeiten lohnt sich. Mutter Sabrina (36) ist Alleinverdienerin. Nach Abzug der Fixkosten muss die vierköpfige Familie mit nur 800 Euro monatlich auskommen. Jeder Cent wird dreimal umgedreht. Dieses Jahr stehen auch noch die Klassenfahrten beider Kinder an und ohne zusätzliches Einkommen müssen Vanessa (17) und Tobias (15) zu Hause bleiben…

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