Armes Deutschland

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Mo. 04.12.2017 20:15

Voting: ist Andreas ein Vorbild?

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Rund 3,7 Millionen Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet - trotz Arbeit. Die Zahl der von Erwerbsarmut Betroffenen ist zwischen 2004 und 2014 um fast 10 % gestiegen, knapp 2,7 Millionen Kinder in Deutschland sind direkt von Armut bedroht. In vier neuen Folgen begleitet die Dokumentation „Armes Deutschland“ Familien, Paare und Alleinstehende, die am Rande der Armutsgrenze leben - und zeigt ihren grundlegend unterschiedlichen Umgang mit ihrer Situation. Stempeln oder abrackern - lohnt sich Arbeit in Deutschland?

Andreas (28) will zurück ins Leben. Der Obdachlose möchte sich vom Leben auf der Straße zurück in den Beruf kämpfen - und endlich wieder einen geregelten Alltag erleben. In Pirmasens geht er dafür von Tür zu Tür und bietet seine Dienste als Handwerker an, doch der Weg zurück bleibt schwer: Andreas hat keine abgeschlossene Ausbildung und lebt vom Jobcenter. Vom Staat leben auch Nathalie (22) und Marcel (25). Ein Problem sehen sie nicht darin. Vor wenigen Wochen wurde Nathalie die komplette Stütze gestrichen, da sie zwölf Termine beim Jobcenter verschlafen hat. Hinzu kommen Miet- und Stromschulden in Höhe von 1.000 Euro. Doch arbeiten möchte weder Marcel noch Nathalie. Das Arbeitsamt hat Biggi (48) aufgefordert, sich für einen Minijob zu bewerben. Doch weder für sie noch für ihren Freund Horst (49) kommt das in Frage. Beide leben in Biggis kleiner Wohnung, genießen ihre noch frische Beziehung. Die letzte Bewerbung, die sie geschrieben hat, liegt Jahre zurück. Horst wird währenddessen von seiner Vergangenheit eingeholt: Zum einen muss er seinen enormen Schuldenberg in den Griff kriegen, zum anderen droht ihm eine empfindliche Haftstrafe. Die gerichtlich angeordneten Sozialstunden wegen Körperverletzung leistete der 49-Jährige nie ab.

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