Der Knast – Schwerverbrecher am Limit

Mi. 03.01.2018 02:05

Folge 5

Der Todestrakt im „San Quentin State Prison“ in Kalifornien platzt aus allen Nähten. Die Gefahr ist ein ständiger Begleiter. Denn die Häftlinge sind den Wärtern zahlenmäßig weitaus überlegen. Das Risiko eines Gewaltausbruchs oder Angriffs der Insassen ist allgegenwärtig. Ein wirksamer Schutz ist kaum möglich. Gewalt bestimmt in „San Quentin“ den Alltag. Zudem kontrollieren zahlreiche Gangs den Tagesablauf der hoffnungslos veralteten Haftanstalt. Außerdem: Immer wieder kommt es im "North Carolina Women's Prison" zu intimen Beziehungen zwischen den Häftlingen. Aber lesbische Liebe ist verboten. Das Personal versucht, dies deshalb zu unterbinden. Und wer sich von den Aufsehern erwischen lässt, wird in die Einzelzelle verbannt.

Das „San Quentin State Prison“ in Kalifornien ist eines der berühmtesten und gleichzeitig berüchtigtsten Gefängnisse der Welt. In dem über 150 Jahre alten Gemäuer sitzen 5200 Verbrecher ihre Strafe ab. Kalifornien ist einer der wenigen US-Bundestaaten in denen auch heute noch die Todesstrafe verhängt wird: 622 Verurteilte warten auf ihre Hinrichtung durch die Giftspritze. Der Todestrakt platzt aus allen Nähten. Die Wärter sind gezwungen, die Todeskandidaten in anderen Zellenblöcken unterzubringen. Ein enormes Sicherheitsrisiko, denn diese Blöcke sind nicht für derart gewalttätige Häftlinge ausgelegt. Zudem ist das Gefängnis hoffnungslos veraltet: Jede Zelle wird einzeln mit antiquierten Schlüsseln aufgeschlossen. Erst danach können die Zellentüren der Etage mithilfe eines mechanischen Schließsystems geöffnet werden. Nur zwei Beamte beaufsichtigen die Häftlinge einer gesamten Etage, wenn diese zum Duschen oder in den Speisesaal gebracht werden. Die Gefahr ist ihr ständiger Begleiter. Denn die Häftlinge sind den Wärtern zahlenmäßig weitaus überlegen und das Risiko eines Angriffs ist allgegenwärtig…

Das „North Carolina Women’s Prison“ ist Ende der 30er-Jahre gebaut worden. In dem Hochsicherheitsgefängnis sind ausschließlich Frauen untergebracht. Viele der 1300 weiblichen Häftlinge wurden wegen Raubes oder Mordes verurteilt. 40 der Frauen sind schwanger. Im Isolationstrakt sind Häftlinge 23 Stunden am Tag in einer winzigen Zelle eingesperrt. Nur einmal am Tag werden sie für knapp eine Stunde auf den Hof gebracht, und duschen dürfen die Frauen in diesem Trakt lediglich zweimal in der Woche. Immer wieder kommt es zu intimen Beziehungen zwischen ihnen. Aber das Personal versucht, dies zu unterbinden. Wer sich von den Aufsehern erwischen lässt, wird in eine Einzelzelle verbannt. Für die meisten weiblichen Häftlinge ist die Arbeit ein wichtiger Teil ihres Lebens. Das Gefängnis bietet auch verschiedene Ausbildungsprogramme an. Statistiken zeigen jedoch, dass die Rückfallquote weiblicher Straftäter dennoch ständig steigt.