GRIP - Das Motormagazin

Mit dem Auto sicher in den Winter

Winterurlaub heißt auch Nervenkitzel, Adrenalin, Leidenschaft und Abenteuer. Ganz egal, ob man beim Skifahren mit 80 km/h die Pisten runtersaust oder mit seinem Motorschlitten die unendlichen Weiten Finnlands entlang jagt. Hauptsache die Action kommt nicht zu kurz. Bei der Anreise mit dem Auto ist jedoch die Sicherheit erstes Gebot. Die GRIP-Moderatoren Niki Schelle, Det Müller und Matthias Malmedie, haben hilfreiche Tipps zusammengestellt, damit beim Autofahren im Winter auf glatten Straßen alles gut geht.

Die GRIP-Profi-Tipps für die sichere Fahrt im Winter:

1. Sichere Winterreifen

In Deutschland gilt eine situative Winterreifenpflicht, das heißt bei winterlichen Bedingungen dürfen nur Fahrzeuge mit Winterreifen bewegt werden. Wer bei Schnee und Eis mit Sommerreifen fährt, gefährdet nicht nur sich selbst und andere, sondern riskiert auch empfindliche Geldstrafen und einen Punkt in Flensburg. Vorsicht bei der Fahrt ins europäische Ausland, denn hier gelten zum Teil andere Regelungen. In beliebten Winterurlaubsländern wie Österreich, Finnland, Schweden oder auch Tschechien müssen in der kalten Jahreszeit alle Fahrzeuge mit Winterreifen ausgestattet sein.

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2. Scheinwerfer kontrollieren

Wenn die Nächte länger und die Tage kürzer werden, ist es besonders wichtig, dass alle Scheinwerfer funktionieren und richtig eingestellt sind. Damit du bei Dunkelheit und Schneegestöber gut sehen kannst und andere Verkehrsteilnehmer nicht durch falsch eingestellte Scheinwerfer blendest, solltest du vor der Fahrt in den Winterurlaub einen Lichttest in einer Werkstatt machen lassen.

3. Kühlwasser kontrollieren

Kontrolliere unbedingt das Kühlwasser deines Fahrzeugs. Nicht nur der Kühlwasserstand ist dabei wichtig, sondern auch der Gehalt an Frostschutzmittel, den du selbst mit einem günstigen Frostschutzprüfgerät oder durch eine Werkstatt checken lassen kannst. Nur so lässt sich bei Minusgraden ein Einfrieren der Flüssigkeit verhindern. Achtung: Ohne funktionierenden Kühlkreislauf drohen in kürzester Zeit Motorschäden!

4. Batterie testen lassen

Lass deine Autobatterie überprüfen und bei Bedarf auswechseln. Bei niedrigen Temperaturen muss die Batterie Höchstleistungen verrichten und wird stärker beansprucht als im Sommer. Eine bisher tadellose Batterie kann bereits nach einer frostigen Nacht Probleme machen, so dass das Auto nicht mehr anspringt.

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5. Scheiben

Füll im Winter Wischwasser mit Frostschutz in die Scheibenwischanlage. So behältst du auch bei Kälte und verschmutzten Scheiben stets den Durchblick. Ohne Frostschutz kann das Wischwasser einfrieren und zu Schäden an Schläuchen oder der Pumpe führen. Damit die Wischer nicht an der Scheibe festfrieren, lohnt es sich außerdem nachts eine Abdeckung auf die Scheibe zu legen.

6. Autotüren

Behandel Türdichtungen mit einem Gummipflegestift. Diese Maßnahme kann nach einer eisigen Nacht verhindern, dass die Autotüren zufrieren und du nicht mehr in dein Fahrzeug einsteigen kannst. Ein Enteisungsspray für Türschlösser kann die Rettung in der Not sein. Du solltest dieses aber optimalerweise nicht im Auto selbst aufbewahren, sondern bei dir tragen.

7. Schnee- und eisfreies Auto

Scheiben, Scheinwerfer, Kennzeichen und Autodach müssen vor einer Fahrt gründlich von Eis und Schnee befreit werden. Gerade loser Schnee oder Eisplatten können sich während der Fahrt vom Dach lösen und andere Verkehrsteilnehmer gefährden. Es drohen Bußgelder und Punkte.

8. Lackpflege

Keine Notwendigkeit für die Verkehrssicherheit, aber trotzdem ein guter Tipp: Schütze den Lack deines Autos. Gerade im Winter und besonders in gebirgigen Urlaubsgebieten kann Streusalz Lack und Unterboden angreifen. Um solche Probleme zu vermeiden, empfiehlt sich eine gute Lackpflege und die Verwendung von Hartwachs. Die Wachsschicht schützt vor der aggressiven Salz- und Schmutzmischung, der die Autos im Winter ausgesetzt sind. Wichtig hierbei: Hartwachs nur auf trockenen, sauberen Lack auftragen.