Armes Deutschland - Deine Kinder

Armes Deutschland - Deine Kinder

Alle Infos zum Deutschen Kinderhilfswerk

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Deutsches Kinderhilfswerk: Armes Deutschland - Deine Kinder

Seit über 45 Jahren macht sich das Deutsche Kinderhilfswerk für Kinder in Deutschland stark. Die Mission des Deutschen Kinderhilfswerks: Ein Deutschland, in dem kinderfreundliche Lebensbedingungen in der Stadt und auf dem Land herrschen und eine Gesellschaft, in der die Kinder ihre Interessen selbst vertreten. Die Kinderrechte - seit 1992 geltendes Recht in Deutschland - bilden dafür die Grundlage. Ihre Bekanntmachung und Umsetzung in der Gesellschaft wie in der Politik sind Ausgangspunkte für das Deutsche Kinderhilfswerk.

So hilft das Deutsche Kinderhilfswerk

  • Hilfe für Kinder in Armut: Das Deutsche Kinderhilfswerk leistet jährlich Einzelfallhilfe für über 2.000 Kinder und ihre Familien in Armut, unterstützt Hilfseinrichtungen für Kinder und arbeitet gemeinsam mit Kommunen strategisch und präventiv gegen Kinderarmut.
  • Förderungen von Kinder- und Jugendprojekten: Rund 300 Projekte pro Jahr fördert das Deutsche Kinderhilfswerk, die Kinder und Jugendliche von Anfang bis Ende aktiv miteinbeziehen.
  • Informieren und Qualifizieren: Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Kommunen und Privatpersonen bietet das Deutsche Kinderhilfswerk eine Vielzahl von Informationsangeboten über Kinderrechte an. Fachkräfte qualifiziert das Deutsche Kinderhilfswerk mit Fortbildungen, Materialien und Netzwerktreffen.
  • Politische Lobbyarbeit für Kinder: Kinder brauchen eine Stimme. Das Deutsche Kinderhilfswerk setzt sich in der Politik für die Interessen der Kinder ein. Das Deutsche Kinderhilfswerk veröffentlicht Stellungnahmen zu Anträgen und Gesetzesentwürfen, führt Gespräche mit Entscheidungstragenden und stellt Forderungen an die Politik.

Politische Botschaften des Deutschen Kinderhilfswerks

  • Kinderarmut ist eine der größten gesellschaftlichen Herausforderungen in Deutschland. Seit Jahren Verharrt sie trotz wachsender Wirtschaft und sinkender Arbeitslosigkeit auf hohem Niveau.
  • In Deutschland mangelt es auf Bundesebene am politischen Willen, Kinderarmut und deren Folgen nachhaltig zu bekämpfen. Dringend notwendig ist ein Bundesweiter Aktionsplan zur Bekämpfung von Kinderarmut und deren Folgen, der Maßnahmen bündelt, über föderale Grenzen hinweg denkt und in einem ressortübergreifenden Gesamtkonzept zusammenführt
  • Trotz zahlreicher und erfolgreicher Einzelprogramme und engagierter Arbeit in vielen Bundesländern und auf kommunaler Ebene gibt es seit Jahren keine strukturelle Veränderung. Dies liegt zu großen Teilen daran, dass die soziale Segregation immer mehr voranschreitet und Kommunen, die besonders schlecht finanziell ausgestattet sind, sich häufig vor besonders großen Herausforderungen sehen
  • Die Familienförderung ist in ihrer bisherigen Ausgestaltung nicht konsequent am Ziel der Armutsbekämpfung ausgerichtet, Leistungen erreichen die Zielgruppen häufig aufgrund hoher bürokratischer Hürden nicht, sind finanziell unterausgestattet und gesellschaftspolitisch zum Teil kontraproduktiv (Bildungs- und Teilhabepaket, Betreuungsgeld)
  • Wir benötigen eine eigenständige Bedarfserhebung für und mit Kindern, die Transparenz darüber schafft, was sie brauchen. Die Regelsätze für Kinder müssen auf dieser Basis so angehoben werden, dass ihnen gesellschaftliche Teilhabe möglich Ist
  • Das Grundrecht auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums ist für Familien nicht in Frage zu stellen. Kinder dürfen nicht von den Sanktionen gegenüber Mitgliedern der Haushaltsgemeinschaft in Mitleidenschaft gezogen werden. Studien zeigen uns: Der Großteil der Eltern im Hartz-IV-Bezug geht verantwortungsvoll mit den ihnen zur Verfügung gestellten staatlichen Mitteln für ihre Kinder um und spart in erster Linie an sich selbst, um den Kindern ein gutes Aufwachsen zu ermöglichen
  • Die Rechtsansprüche von Kindern und Jugendlichen gegenüber der staatlichen Gemeinschaft, wie sie sich aus der UN-Kinderrechtskonvention und der EU-Grundrechte-Charta ergeben, allem voran das Recht auf soziale Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe, finden kaum Berücksichtigung.
Jetzt Kindern helfen!