Gottlos - Wenn Menschen töten

GOTTLOS – Warum Menschen töten

Ralph Herforth Thomas Stiller

Johannes Franke

... spielt Torben in „Auslöschung“

GOTTLOS - Johannes Franke

Ursprünglich hatte Johannes Franke den beruflichen Weg eines Artisten und Zauberers eingeschlagen. Auch nach seinen ersten Rollen, wie für den Kinofilm „Vergiss Amerika“, besuchte er noch die Berliner Artistenschule und spielte lange international auf Varietébühnen, bis der Film mehr und mehr an Bedeutung gewann. Kino- (“Sommersturm“) und Fernsehfilmproduktionen (“Polizeiruf 110“, „Tatort“, „SOKO Leipzig“ uvm.) wurden zu einer festen Größe und sorgten für neue Kontakte.

Obwohl Franke nie am Theater engagiert war, holte ihn Intendant Uwe Brandt voller Vertrauen ans Grenzlandtheater in Aachen, für die Rolle des Harold in „Harold und Maude“. Sämtlich ausverkaufte Vorstellungen und der „Karl-Heinz Walther-Preis“ für Johannes Franke als bester Nachwuchsschauspieler bestätigten seine Entscheidung.

Neben der Arbeit an kleineren eigenen Projekten, liebt er das Drehen fürs Fernsehen wie kürzlich beim „Bergdoktor“ und nun bei „GOTTLOS“ und wird dies auch weiterhin verstärkt tun.

3 Fragen an Johannes Franke

Was ist das besondere an „GOTTLOS“?

Die deutsche Fernsehlandschaft wird dominiert von Kriminalfällen immer gleicher Erzählstruktur. Immer wird die Frage in den Raum gestellt „Wer war der Täter?“ und wir schauen einem Ermittler(Team) dabei zu, wie es mit uns im dunklen tappt. Dabei sind Motiv und Tathergang nur Mittel zum Zweck der Täterfindung.

Diese einseitige „Berichterstattung“ hat mich immer schon genervt und mir vorenthalten was mich viel brennender interessiert, als das WER: das WARUM. Selbst in den besten Krimis ist das meist nur unzureichend beleuchtet.

„GOTTLOS“ untersucht endlich die Motive und Milieus der Täter und setzt sie wieder in den Kontext, aus den sie bei klassischen Krimis allzuoft herausgerissen werden.

Was war die größte Herausforderung, die Ihre Rolle an Sie gestellt hat?

Meine Figur handelt und fühlt eine Zeitlang vollkommen verständlich und für mich leicht nachvollziehbar und spielbar. Aber irgendwann entwickelt sich eine Dynamik, die man von sich selbst so gar nicht kennt. Dazu gehört eine bestimmte Form von unterschwelliger und manchmal auch offener Aggression und berechnender Kälte. Da muss man als Schauspieler schon sehr tief graben, um solche Gefühle in sich zu finden. Aber das war natürlich auch das spannende dieser Rolle, wofür ich sehr dankbar bin.

Welche Situation beim Dreh ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Da gibt es sehr viel. Herauszustellen wären vielleicht die Drehtage an denen wir mit den Waffen zu tun hatten. Ich bin kein Fan von Waffen und es war wirklich eindrucksvoll mit welcher Macht über Leben und Tod in den Händen man herumläuft. Natürlich hatten wir keine scharfen Waffen, aber das Gefühl war trotzdem sehr eindrücklich und hat mich in meiner Haltung dazu bestätigt. Ich bin froh sonst nicht viel mit Waffen zu tun zu haben, auch wenn es für einen Dreh wohl immer spannend bleiben wird.

Ralph Herforth Thomas Stiller