Gottlos - Wenn Menschen töten

GOTTLOS – Warum Menschen töten

Matthias Koeberlin Sabine Vitua

Jule Ronstedt

... spielt Olivia in "Der Polizist"

GOTTLOS - Jule Ronstedt

Jule Ronstedt, gebürtige Münchnerin, absolvierte nach der Schulzeit ihre Schauspielausbildung an der Neuen Münchner Schauspielschule.

Nachdem sie zwei Jahre als Alicia in der Serie „Aus heiterem Himmel“ zu sehen war, ging sie in ein Festengagement an die Münchner Kammerspiele. Seit 1999 ist Jule Ronstedt ausschließlich in Fernseh- und Kinoproduktionen zu sehen, wie zuletzt in „Der Alte“ oder „Der Staatsanwalt“. Von 2008-2011 war sie als Franzi in der gleichnamigen Serie „Franzi“ von Matthias Kiefersauer im Bayerischen Rundfunk zu sehen. Für „Hammer und Sichl“ steht sie seit 2013 jährlich vor der Kamera. 1997 erhielt sie für ihre Rolle in dem Kinofilm „Bandagistenglück“ (Regie: Maria Teresa Camoglio) den Max-Ophüls-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin.

Zudem ist Jule Ronstedt als Regisseurin und Autorin tätig und steckt momentan in den Vorbereitungen zu ihrem ersten großen Film in Spielfilmlänge, der im Sommer 2016 gedreht werden wird.

3 Fragen an Jule Ronstedt

Was ist das besondere an „GOTTLOS“?

Bei den drei Filmen gibt es keinen Ermittler oder Polizisten, der einen „Fall“ hat und auf irgendwelchen Spuren unterwegs ist. Es sind Geschichten, die beginnen mit einem Streit, einer Spannung zwischen zwei Menschen, Eifersucht…sehr menschliche Themen. Und dann eskaliert es, kippt, wird zum Thriller. Weil Menschen unterschiedlich ticken, manche ihre Grenzen nicht erkennen, das Fass einfach überläuft. Als Zuschauer darf man diese psychologische Reise mitmachen und ertappt sich sogar dabei, dass man nachvollziehen kann, warum die Frau zusticht oder der Mann zuschlägt. Es gibt kein Gut und Böse. Die Gratwanderung ist hier das Spannende. Wann halten wir die Norm ein, wann überschreiten wir die Grenze? Wie entsteht diese Wut und Gewalt? Oder auch die Frage: Kann einem das auch passieren…?

Was war die größte Herausforderung, die Ihre Rolle an Sie gestellt hat?

Meine Figur ist absolut keine Sympathieträgerin. Das war mir natürlich klar und hat mir gefallen. Die Nette zu spielen ist meistens nicht gerade spannend. Aber dass Olivia eine so extrem unangenehme Person ist, war mir erst klar, als ich den Film gesehen habe. Beim Drehen kam sie mir in ihrer Argumentation und Haltung eigentlich sehr klar und vernünftig vor. Ich war von mir selbst erschrocken, als ich das gesehen habe! Insofern war hier die Herausforderung, das dann auch auszuhalten… Aber ich liebe es, mit Thomas Stiller zu arbeiten und sehe auch bei „Gottlos“, dass ich ihm total vertrauen kann.

Welche Situation beim Dreh ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Als ich da blutüberströmt im Haus auf dem Fußboden lag, erschlagen von meinem Filmmann. Kein schöner Anblick, keine schöne Situation…- Als wir fertig waren, hat Matthias (Koeberlin) blutbespritzt, nur in Unterhose, erst einmal eine Zigarette geraucht in der Pause. Sowas ist schräg, makaber, herrlich. Überhaupt wurde bei dem Dreh viel gelacht. Anders erträgt man es offenbar nicht.

Matthias Koeberlin Sabine Vitua