Gottlos - Wenn Menschen töten

GOTTLOS – Warum Menschen töten

Antonio Wannek Matthias Koeberlin

Lasse Myhr

... spielt Alex in „Sex, Drugs & Rock?n Roll“

GOTTLOS - Lasse Myhr

Lasse Myhr wurde 1980 in Hamburg geboren.

Von 2002 bis 2006 besuchte er die Hochschule der Künste Zürich und wurde nach Abschluss seines Schauspielstudiums von Frank Baumbauer an die Münchner Kammerspiele engagiert. In den Jahren der Intendanz von Frank Baumbauer spielte Lasse Myhr u.a. unter der Regie von Schorsch Kamerun („Macht und Rebel“, „Down Understanding“), Stephan Kimmig (Idas in „Mamma Media“), René Pollesch („Solidarität ist Selbstmord“), Stefan Pucher (Claudio in „Mass für Mass“, Kirill in „Platonow“), Roger Vontobel (Volodja in „Lilja 4-ever“) und Lars-Ole Walburg (Annika in „Kaspar Häuser Meer“).

Als Johan Simons als neuer Intendant im Jahre 2000 die Münchner Kammerspiele übernahm, blieb Lasse Myhr im festen Ensemble. Er arbeitete in den folgenden Jahren u.a. mit Regisseuren wie Sebastian Nübling (Steve in „Endstation Sehnsucht“), Armin Petras (Don Faustino in „Der Krieg““, Erhart Borkman in „John Gabriel Borkman“, Jesus in „Bauern sterben“), Sebastian Nübling („Three Kingdoms“, Pee Wee Billings und David Cutrere in „Orpheus steigt herab“) sowie Johan Simons (Herzog von Cornwall und Oswald in „König Lear“) zusammen.

Parallel zu seinem Festengagement an den Münchner Kammerspielen steht Lasse Myhr seit 2007 auch für Film und Fernsehproduktionen vor der Kamera. So übernahm er in 2008 als eine seine ersten Rollen bereits eine der drei männlichen Hauptrollen in der Fernsehproduktion „Machen wir’s auf Finnisch“ in der Regie von Marco Petry und spielte in dem Grimme-Preis-nominierten „Polizeiruf 110 - Klick gemacht“ von Stephan Wagner. In 2010 übernahm er die Titelrolle in dem Film „Pavels letzter Schuss“ von Christoph Heimer, der seine Premiere beim Max-Ophüls-Festival in Saarbrücken feiern durfte. Weiterhin wirkte Lasse Myhr in mehreren Tatort Folgen mit: „Tatort München: Der traurige König“, „Tatort München: Macht und Ohnmacht“ (beide Regie: Thomas Stiller) sowie „Tatort Köln: Trautes Heim“ (Regie: Christoph Schnee). Und er drehte für das Musikvideo zu „Receive“ von Alanis Morissette.

Seit 2013 arbeitet Lasse Myhr als freier Schauspieler und ist seitdem auch im festen Team von „Kommissarin Lucas“ als Kriminalkommissar Tom Brauer zu sehen. Im selben Jahr drehte er zudem erneut mit dem Regisseur Thomas Stiller für den „Polizeiruf 110: Liebeswahn“, der seine Uraufführung beim Internationalen Filmfest Oldenburg feiern durfte. Ein Jahr später feierte genau dort der „Tatort: Frohe Ostern, Falke“ mit Lasse Myhr in einer der Hauptrollen seine Uraufführung. Die Regie übernahm erneut Thomas Stiller. Beim Biberach-Film-Festival 2014 wurde dann eine Folge von „Lena Fauch: Vergebung oder Rache“ mit Lasse Myhr in einer der Hauptrollen in der Regie von Johannes Fabrick als Premiere gezeigt.

Neben Thomas Stiller arbeitete Lasse Myhr in den Jahren 2014 und 2015 u.a. mit den Regisseuren Christian Carion („Darling Buds of May“), Daniel Harrich („Meister des Todes“) und Stephan Wagner („Die Akte General“) zusammen.

3 Fragen an Lasse Myhr

Was ist das besondere an „GOTTLOS“?

Jede Folge von „GOTTLOS“ endet mit einem Verbrechen; also da, wo die meisten anderen Krimis, Fernsehserien etc. erst beginnen. Und als Zuschauer begleitet man die Beteiligten auf ihrem verwickelten Weg zu diesem Verbrechen. Das ist anders und besonders.

„GOTTLOS“ zeigt den Weg, die Schicksale, Abhängigkeiten, Zusammenhänge zwischen den Beteiligten bis hin zur Tat.

Was war die größte Herausforderung, die Ihre Rolle an Sie gestellt hat?

Ich versuche immer, Rollen zu finden, die mich in besonderer Weise herausfordern. Ich denke, der Grund, warum ich diese Rolle spielen wollte, war, weil sie so mehrdimensional, schwer zu lesen und geheimnisvoll ist.

Die Figur „Alex“ ist jemand, der sich sehr verschlossen gibt; er ist sehr schwer durchschaubar, und das fand ich spannend zu spielen.

Welche Situation beim Dreh ist Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Es waren sehr schöne, aber auch anstrengende Drehtage insgesamt. Der professionelle Umgang der Kollegen untereinander ist mir sehr angenehm in Erinnerung geblieben.

Antonio Wannek Matthias Koeberlin