Was wurde aus...

Aus dem Mannheimer Lokal „Sonnenschein“ hat sich die Sonne schon seit längerer Zeit verabschiedet. Versteckt im Industriegebiet gelegen, haben bisher nur wenige Gäste den Weg zu Walter (49) gefunden. Dort betreibt der alleinerziehende Vater zusammen mit der ungelernten Köchin Petra (45) seit einem Jahr das Restaurant „Sonnenschein“.

Frische, deutsche Küche und glutenfreie Speisen als Alternative für Allergiker bestimmen das Konzept der beiden Gastronomie-Quereinsteiger - allerdings nur mit mäßigem Erfolg.

Besonders auf Walters Schultern lasten finanzieller Druck und Existenzängste. Trotz seines Teilzeitjobs als Hausmeister reicht das Gehalt hinten und vorne nicht aus. Keine sonnigen Aussichten für den 49-Jährigen. Dennoch kommt Aufgeben für Walter und Petra nicht in Frage.

Frank Oehler, Andi Schweiger und Ole Plogstedt sollen die dunklen Wolken über dem „Sonnenschein“ vertreiben. Doch schon beim Testessen stellt sich ihnen die Frage, ob das Konzept wirtschaftlich so überhaupt Sinn macht. Vor allem Petra ist eine eiserne Verfechterin der glutenfreien Küche, auf die das gesamte Restaurant ausgerichtet ist. Es gibt zwei Speisekarten, zwei Fritteusen - und zwei Betreiber, die trotz überschaubarer Gästezahl überfordert sind. Hinzu kommt, dass die gelernte Einzelhandelskauffrau nach eigener Angabe das Kochen hasst - nicht gerade die beste Voraussetzung, um als Gastronomin zu bestehen.

Trotzdem will die 45-Jährige die Kochprofis von ihren Speisen überzeugen. Und auch Walter, der den Laden zur Mittagszeit normalerweise ganz alleine schmeißt, möchte sein Können im Service unter Beweis stellen. Er scheitert jedoch kläglich. Der ausgebildete Industriemechaniker vertauscht die Bestellungen, sodass Andi statt des gewünschten glutenfreien Schnitzels ein normal paniertes bekommt. Für einen echten Allergiker hätte das böse enden können. Auch die versprochene frische Qualität des Essens stellt sich schnell als Frische aus der Packung heraus. So bleibt Ole, Andi und Fo nach einem katastrophalen Testessen nichts anderes übrig, als ein niederschmetterndes Urteil zu fällen. Spätestens jetzt ist auch dem stets positiv gestimmten Walter das Lachen vergangen.

An Tag zwei werfen die Kochprofis mit den Betreibern einen Blick über den Tellerrand des „Sonnenschein“: In einem anderen Mannheimer Lokal wollen sie Petra und Walter vor Augen führen, wie ein gastronomischer Betrieb heutzutage funktionieren kann. Mit den erworbenen Einsichten geht es an das Erarbeiten von Lösungsvorschlägen. Ein neues Imbisskonzept soll in Zukunft mehr Gäste ins „Sonnenschein“ locken. Mit der Umgestaltung des Gastraumes und der Umfunktionierung eines Fensters zum Imbiss stehen alle Zeichen auf Neuanfang. Während Andi kostengünstigere glutenfreie Gerichte entwickelt, optimiert Ole die Küche und baut diese teilweise zum Imbiss um. Fo weiht den Kochmuffel Petra in die Kunst des Kulinarischen ein. Und siehe da, Petra lernt nicht nur wie man lecker kocht, sie hat sogar Spaß dabei.

Am Finaltag soll die „Sonnenschein“-Kombination aus Imbiss und Lokal feierlich präsentiert werden. Engagiert und mit Spaß am Kochen kreieren Petra und Walter unter Anleitung der Kochprofis die neuen Gerichte der Karte. Der Imbiss bietet künftig Schaschlik, Wurstsalat, Currywurst und Burger. Zum großen Abschlussessen bitten Andi, Fo und Ole ins Lokal: Auf Räucherforelle mit Austernpilzen folgen Pastinakensuppe und Maispoularde, gekrönt von einem süßen Kuchen. Und der Clou des Menüs: Alle Speisen sind glutenfrei! Und wenn Walter von nun an auch noch besser auf die Zahlen achtet, sieht das neue Lokal einer sonnigen Zukunft entgegen.

Wie es mit dem „Sonnenschein“ weiterging, erfährst du hier