Hartz, Rot, Gold - Armutskarte Deutschland

Die Sozialreportage wirft einen Blick auf die sozialschwächsten Gegenden der Bundesrepublik. Zum Start der Reihe stehen die Bremerhavener Stadtteile Lehe und Vegesack im Fokus - welche Perspektiven bieten sich den dortigen Bewohnern?

Zum Bundesland Bremen gehört auch das circa 60 Kilometer entfernte Bremerhaven. Die Küstenstadt an der Nordsee war einst das Tor zur Welt, Schiffsbau dominierte die Wirtschaft an der Wesermündung.

Doch davon scheint das Bundesland mittlerweile weit entfernt: Horrende Schulden erdrücken Bremen und Bremerhaven, in den Armutsstatistiken landet insbesondere Bremerhaven weit vorne.

"Hartz, Rot, Gold - Armutskarte Deutschland" kartographiert die Republik neu und stellt die sozialschwächsten Gegenden in den Fokus. Welche Perspektive bietet sich den dortigen Anwohnern und wie bestreiten sie ihren Alltag?

In den Bremerhavener Stadtteilen Lehe und Vegesack wird die grassierende Armut am deutlichsten. Die Sozialreportage zeigt einen Teil der dort lebenden Menschen und begleitet sie über mehrere Wochen hinweg.

Eine von ihnen ist Diana. Die alleinerziehende Mutter von vier Töchtern ist seit dem Tod ihres Ehemannes auf sich gestellt. Als Ein-Euro-Jobberin hilft sie im Secondhand-Laden des ansässigen Kinderdorfs aus. Eine sozialversicherungspflichtige Festanstellung hatte sie zuletzt vor knapp 30 Jahren. Dennoch kämpft sich die 51-Jährige durch den Alltag - auch wenn sie die Hoffnung auf Hilfe längst aufgegeben hat.