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Deutschlands verlorene Kinder

Vernachlässigung, Gewalt, Missbrauch: Die Zahl der Inobhutnahmen von Kindern aus in Deutschland lebenden Familien steigt. Eine alarmierende Entwicklung, denn es trifft dabei die Schwächsten der Gesellschaft. Die dreistündige Dokumentation „Deutschlands verlorene Kinder“ der Autorin Jasmin Cilesiz begleitet Heranwachsende, die bedrückende Schicksale durchleben mussten, wirft einen Blick in Pflegefamilien und zeigt die Arbeit von Hilfsorganisationen und Einrichtungen. In der anschließenden Talk-Sendung „Deutschlands verlorene Kinder – Was sich jetzt ändern muss!“ werden die drängendsten Fragen diskutiert, die der Film aufwirft. Der Themenabend wird werbefrei ausgestrahlt. 

Als Familie Gillert 2016 das Geschwisterpaar Carmen und Erwin aufnimmt, ahnt die Pflegefamilie nicht, aus welchen Lebensumständen die beiden Kinder kommen.

Die RTLZWEI-Dokumentation geht der Frage nach, welche Auswirkung die Kindheit auf unser Leben hat. Was bedeutet es, wenn sie unter traumatischen Umständen abläuft? Welche Chancen haben Kinder unter diesen Vorzeichen psychisch stabile Erwachsene zu werden und welche Hilfen greifen, damit Heranwachsende aus schlimmen Verhältnissen dennoch eine Aussicht auf ein normales Leben haben? Die Autorin Jasmin Cilesiz erzählt die Geschichten vor allem aus der Perspektive der betroffenen Kinder und Jugendlichen sowie ihres direkten Umfeldes – respektvoll, mit großer Sorgfalt und Empathie. 

Der Film lässt außerdem Menschen zu Wort kommen, die sich für Heranwachsende in Not engagieren, darunter Therapeuten, Sozialpädagogen, Drogenberater und Streetworker. Pflegeeltern berichten, was es bedeutet, diesen Kindern eine neue Familie zu geben. 

Die anschließende Talkrunde „Deutschlands verlorene Kinder – Was sich jetzt ändern muss!“ wird von Wolfram Kons (u.a. RTL-Spendenmarathon, „Guten Morgen Deutschland“) geleitet. Der Journalist und Moderator diskutiert mit fünf Gästen aus den Bereichen Politik, Jugendamt, Sozialarbeit, einer Kinderhilfsorganisation, sowie einer Mutter. 

Carmen und Erwin sind fünf und sechs Jahre alt, verwahrlost und abgemagert, als die Polizei sie aus der Wohnung der alkoholkranken Eltern befreit. Mit viel Geduld, Liebe und Therapiemaßnahmen versuchen die Pflegeeltern das Leben der Kinder so normal wie möglich zu gestalten, doch die psychischen und körperlichen Folgen des Erlebten wirken nach. 

Katarinas ist erst neun, als bei ihr ADHS festgestellt wird. Ihre Eltern sind überfordert und schalten die Jugendpsychiatrie ein. Mit zehn Jahren beginnt Katarina sich selbst zu verletzten. Die 16-Jährige hat seitdem eine Odyssee an Klinikaufenthalten und in geschlossenen Jugendpsychiatrien hinter sich. „Alles was im Außen Schmerzen verursacht, lässt den inneren Schmerz für einen Moment still sein“, erklärt ihr Psychologe die Attacken gegen sich selbst.

Über die Entstehung der Dokumentation

Während der Dreharbeiten und bei der Fertigstellung der Dokumentation „Deutschlands verlorene Kinder“ wurde mit größtmöglicher Sorgfalt gehandelt. Die Familien wurden durch Recherchen u.a. bei Selbsthilfegruppen, Vereinen und Initiativen gefunden und bis zu zwei Jahre lang immer wieder besucht.


Die Dokumentation begleitet Kinder und Jugendliche, die Schlimmes erleben mussten und legt dar, dass solche Schicksale leider keine Seltenheit sind. Überforderte Erziehungsberechtigte, rechtliche Hürden, überlastete Ämter sind ein trauriger Teil deutscher Realität.